Bildende Kunst

Warum ist uns Kunst in der Schule wichtig?

… als Schülerantwort kommt als erstes: Das Malen und Modellieren macht Spaß! Aber dieser zweifellos angenehme Unterhaltungsaspekt ist nicht das grundlegende Argument, um die Bedeutung von Kunstunterricht einzusehen; denn ein wesentlicher Umstand ist, dass jeder Mensch ungefähr 80% aller Informationen und Erfahrungen über die Augen erhält. Es ist daher wichtig zu erlernen, die visuell geprägten Eindrücke zu reflektieren, sich optisch in der Welt zu orientieren und sie sinnvoll mitzugestalten. D.h. der Kern des künstlerischen Unterrichts ist:

SEHEN – GESTALTEN – BEGREIFEN

In Form von Zeichnungen, Collagen, Plastiken usw. entstehen sichtbare Selbstbilder, die insgesamt mit der Zeit zu einer äußerst sinnvollen Art der Selbstfindung führen können. Außerdem hängt mit den zuvor genannten Kompetenzen ein weiteres wichtiges Hauptziel unseres Kunstunterrichts zusammen, nämlich dass ausgehend von der eigenen Wirklichkeitserfahrung ein Kulturbewusstsein entsteht und entwickelt wird, damit sich die Schülerinnen und Schüler nach und nach in der heute so dynamisch komplexen und hochtechnisierten Zivilisation zurechtfinden und flexibel und zielgerecht ihre Wünsche auf Dauer artikulieren und realisieren können. Doch nicht nur für den erfolgreichen Weg in den Beruf ist die Kunstförderung wichtig, sondern ebenfalls für die Entspannung.

 

Wie viel Kunstunterricht gibt es am Eckener-Gymnasium?

Sekundarstufe I
5. bis zur 8. Klasse: ganzjährig jeweils zwei Wochenstunden
Lediglich die MINT-Klassen haben in der 8. Jahrgangsstufe Kunst und Musik halbjährlichen zwei Wochenstunden.
9. und 10. Klassen: epochale Verteilung (halbjährlich zwei Wochenstunden)
 
Wahlpflichtfach
9. Jahrgangsstufe: jeweils zwei Wochenstunden
10. Jahrgangsstufe: epochale Verteilung (halbjährlich zwei Wochenstunden)
 
Sekundarstufe II: Grund- oder Leistungskurs
Hier ist außerdem als Zusatzkurs die „Künstlerische Werkstatt“ wählbar.
So kann das Fach im Prinzip durchgängig belegt werden und einen individuellen Schwerpunkt in der Schullaufbahn bilden.

 

Was machen wir im Kunstunterricht am Eckener-Gymnasium?

Wir betrachten die Welt und uns selbst, wir wenden unterschiedlichen künstlerischen Strategien und Techniken an. Wir suchen und finden, sammeln und erforschen, analysieren und experimentieren, entwickeln und erfinden, bauen, transformieren, verfremden, inszenieren, zeichnen, malen, modellieren, kleben, fotografieren, filmen, stellen aus und führen auf.....

Statt weiterer Worte hier einige anschauliche Beispiele:

Bildbeispiele Klasse 5-10:



 

Bildbeispiele Oberstufe:


Seit dem Schuljahr 2008/09 gehört das Eckener-Gymnasium zu den wenigen Berliner Schulen, an denen der Kurs „Künstlerische Werkstatt“ belegt werden kann. Als Zusatzkurs ist er an unserem Gymnasium offiziell genehmigt und kann von künstlerisch interessierten Schülerinnen und Schülern der 12. und im Ausnahmefall der 13. Jahrgangsstufe über zwei Halbjahre belegt werden. Auch können sie diese zwei Kurse freiwillig in das Abitur einbringen, um einen persönlichen Schwerpunkt im Zeugnis zu dokumentieren.
Unser Kurs hat das Generalthema: „Das Paradies der Möglichkeiten: Material erproben und Räume öffnen“ und hat, wie der Name sagt, Werkstattcharakter, d.h. die praktische künstlerische Arbeit im dreidimensionalen Bereich steht im Mittelpunkt. Individuelle, den Interessen der Lernenden entsprechende, Themen und Ideen für Raumprojekte sollen hier entwickelt und im öffentlichen Bereich umgesetzt werden. Insgesamt gilt es, die Komplexität und mediale Vielschichtigkeit heutiger Raumerlebnisse und Raummöglichkeiten zu verarbeiten und mitzugestalten.

Hier gesammelte Meinungen der Kursteilnehmer*innen 2017:
„Im Kunst-Werkstattkurs ist keine Idee zu verrückt.“ (Steffen Blindow)

„Durch besondere Materialien, Exkursionen und Projekte hat man im Kunst-Werkstattkurs ganz neue Möglichkeiten, Kunst zu erforschen.“ (Zoe Lensing)

„Im Kunst-Zusatzkurs begegnet einem die freie Entfaltung zum ersten Mal im Unterricht.“ (Tugce Bicer)

„Kunst-Zusatz gibt einem die Chance, Ausstellungen zu besuchen und neue Dinge zu entdecken.“ (Jülide Damar)

„Kunst-Zusatz ist im Gegensatz zu anderen Fächern ein Fach, in dem man wirklich frei selbst mit gestaltet.“ (Sarah Bach)

„Die Kunstwerkstatt ist der perfekte Ort, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.“ (Sueda Cetin)

„Du hast Freude an handwerklicher Arbeit? Dann bist du hier genau richtig!“ (Ardita Jakupi)

 
Die „Kunst-Intensiv-Woche“ des Leistungskurses Kunst im 3. Semester, vom 18.9.- 22.9.2017
 
Statt einer Kursfahrt, die im Leistungskurs Kunst in den letzten Jahren nach Venedig bzw. Prag geführt hatte, verbrachten wir in diesem Jahr 'ganz bescheiden' eine dennoch abwechslungs- und lehrreiche „Kunst-Intensiv-Woche“ in Berlin und Umgebung, die uns jeden Tag zu einem anderen Garten- oder Ausstellungshighlight führte. So haben wir die Internationale Garten Ausstellung mit ihrer Seilbahn besucht und dort die in Qualität und Größe einzigartigen „Gärten der Welt“ erforscht und die faszinierende Bandbreite traditioneller und moderner, europäischer und außereuropäischer Gartenbaukonzepte kennengelernt. Weitere Exkursionen führten uns zu den Landschaftsbildern in der Alten Nationalgalerie Berlin, nach Wörlitz bei Dessau in den ersten und größten Landschaftsgarten englischer Prägung auf dem europäischen Festland, ein Weltkulturerbe, zur Villa Liebermann mit großem Garten am Wannsee und seinen Gartenbildnern, schließlich zum Rokoko-Park Sanssouci in Potsdam, ohne einen Abstecher zur Villa Barbarini mit der in die moderne Kunst einführenden Ausstellung „Von Hopper bis Rothko – Amerikas Weg in die Moderne“ zu versäumen.
Bei insgesamt erfreulich gutem Wetter konnten die Schüler*innen ihre sehr vielfältigen Kunst- und Natureindrücke vor Ort in ihren Skizzenbüchern festgehalten, was nicht nur zu einem genauen Hinsehen führt, sondern auch eine deutlich größere Bewusstheit des Erlebten ermöglicht, als es das schnelle Fotografieren vermag, und natürlich die zeichnerischen Fähigkeiten fördert. In diesen Phasen kamen sie völlig zur Ruhe und zu sich selbst, während sie sonst meist in Gruppen freudig plaudernd unterwegs waren.
Seit 2007 laden Kunstkurse des 4. Semesters alljährlich zu einer Kunst-Performance ein, die seit 2010 auch abends stattfindet und ein breites Publikum anlockt. Die Aufführungen, die zum Teil mit der Ausstellung spezieller Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht kombiniert werden, werden von Grundkursen- und/oder einem Leistungskurs im 3. und 4. Semester erarbeitet. Seit 2011 unterstützt Frau Rigg als ausgebildete Schauspielerin die Schülerinnen und Schüler dabei, ihre körperliche und stimmliche Präsenz bei den Aufführungen ausdrucksvoll einzusetzen. Das Engagement der Beteiligten, ihre Ausdauer und der Mut, zahlreiche, außergewöhnliche Bilder und Handlungen multimedial entstehen zu lassen und dabei ungewohnte Denkprozesse anzustoßen, führten immer wieder zu erlebnisintensiven Performances, die bei hohem künstlerischen Anspruch das Publikum beeindrucken konnten.
Immer wieder nehmen wir an außerschulischen Ausstellungen, künstlerischen Projekten und Wettbewerben teil. In diesem Schuljahr 2017/2018 hat die 7b erfolgreich an der SchülerUni im Martin-Gropius-Bau teilgenommen. Die Schülerinnen und Schüler wurden eine Stunde durch die Ausstellung „expressionistische Utopien“ von Wenzel Hablik geführt. Während der Führung konnten sie sich durch Fragen und Werkbetrachtung dem Künstler und seinem Werk nähern und ihre eigene Utopien in Skizzen verwirklichen. Danach hörten wir eine Stunde einen Vortrag über Star Trek und die Zukunftsvisionen von 1962, die in den Augen der Schülerinnen und Schüler schon veraltet sind (z.B. Disketten) bzw. gerade auf dem Markt kommen (z.B. Hologramme zum 'Anfassen'). Mit diesen interessanten Eindrücken wird nun im Unterricht an eigenen Visionen gezeichnet und gebaut.

Im letzten Schuljahr 2016/2017 war die 5a einen Tag in der Jugendkunstschule Tempelhof-Schöneberg. Die SchülerInnen sind mit Schrott beladen von der Schule gestartet und mit ganz unterschiedlichen Schrott-Insekten in die Schule zurückgekehrt. Sie haben an dem Tag ganz intensiv an dem Bau eines Insektenkörpers gearbeitet und es am Tagesende in einer kleinen Erzählung ihren Mitschülern vorgestellt. Danach wurde ein Schwarm Insekten im Foyer ausgestellt.
 
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