Bücher im Wind

Schüler und Schülerinnen der 5e, 7f, 7lf, 8l und 9f2 stellen ihre Lieblingsbücher vor
Beinahe 150 Blätter flatterten im März in den Treppenaufgängen unserer Schule. Auf jedem Blatt begründet ein kurzer Text die Wahl des Buches. Die Vorderseite schmückt ein eigener Entwurf für das Titelblatt.
Die am Projekt beteiligten Kunst- und Deutschlehrerinnen sind erfreut über die Riesenauswahl an Lieblingsbüchern: Die Vorlieben unserer Schülerinnen und Schüler sind wirklich breit gefächert. Auch die einfallsreichen, meist liebevoll gestalteten Titelblätter entfalten eine anregende Wirkung.
Inzwischen haben wir diese Blätter nach Mainz geschickt. Am 23. April – am Welttag des Buches – werden sie dort rund um den Sitz der Stiftung Lesen zu sehen sein. Sie werden als Teil eines kilometerlangen Bücher-Freundschaftsbandes in den Bäumen im Park hängen.
Jetzt sind wir gespannt, ob wir „unsere“ Bücher im Wind entdecken: auf Bildern in der Zeitung, im Fernsehen oder im Internet.

 

Deutsch

„Mit Lesen und Schreiben fängt eigentlich das Leben an“: Das wussten die Bewohner Mesopotamiens bereits vor 4000 Jahren. Für uns gilt diese Weisheit immer noch, denn die Arbeit an Texten - also das Lesen und Schreiben - steht im Mittelpunkt des Deutschunterrichts. Allerdings ist das Leben inzwischen etwas komplizierter geworden - aber auch bunter. Die Bereiche Sprechen und Zuhören wie auch Sprachwissen und Nachdenken über Sprache sowie der sinnvolle Umgang mit Medien, beispielsweise mit Filmen und Hörtexten, sind weitere Schwerpunkte.

Lesen: Lesen gilt als die wichtigste Kulturtechnik. Eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in allen Fachgebieten ist das genaue Lesen und richtige Verstehen von Texten. Deshalb vermitteln wir im Deutschunterricht systematisch Lesetechniken und –strategien für nichtfiktionale und fiktionale, für lineare und nichtlineare Texte.

Aber Methoden sind nicht alles. Zentrale Aufgabe ist es, die Freude am Lesen zu wecken oder zu kultivieren. Im Deutschunterricht der Mittelstufe versuchen wir, die Lesemotivation auf vielerlei Art zu stärken: Sachtexte, z. B. aktuelle Zeitungsartikel, wie auch fiktionale Texte, z. B. Jugendbücher, werden in den Deutschunterricht einbezogen. Mit wichtigen literarischen Werken bringen wir unsere Schüler/innen frühzeitig in Berührung, nicht erst in der Oberstufe.

Schreiben: Sachlich berichten, zusammenfassen, beschreiben, informieren, einen Lebenslauf oder ein Bewerbungsschreiben verfassen sowie argumentieren zum einen, Geschichten spannend erzählen, in Gedichten Gedanken und Gefühle ausdrücken, Dialoge und Szenen verfassen zum anderen: Die Möglichkeiten, sich schreibend auszudrücken, sind vielfältig. Das Schreiben bedarf kundiger Anleitung. Gut schreiben können heißt nämlich planen, entwerfen, überarbeiten und eine leserfreundliche Textgestaltung wählen. Nicht zu vergessen: Auch die sprachliche Richtigkeit muss beachtet werden, und das fällt manchen gar nicht leicht. Die Deutschlehrer/innen der Eckener-Schule sind in Schreibprozessen hilfreiche Berater, manchmal auch harte Kritiker. Wir alle wissen: Gute Texte schreiben ist (k)eine Kunst! Schreiben will und kann gelernt werden.

Sprechen und Zuhören: „Das kann doch jeder!“, denken jetzt vielleicht manche. Sicherlich, die deutsche Sprache ist unser alltägliches Medium. Wir drücken unser Wissen und unsere Wünsche in ihr aus, wir kommunizieren ständig miteinander. Doch in unserer modernen Welt wird das Sprechen vor einem Publikum immer wichtiger. Adressatenorientiertes, freies und flüssiges Sprechen schafft große Vorteile. Sicherheit in unterschiedlichen Gesprächsformen gehört unbedingt dazu. Verständigung findet überwiegend mündlich statt, sodass genaues, aktives Zuhören eine große Rolle spielt. Auch bewusstes Gestalten von Präsentationen unterschiedlicher Art ist unentbehrlich. Im Deutschunterricht der Eckener-Schule werden daher kontinuierlich die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation geübt und verfeinert.

Sprachwissen, Nachdenken über Sprache: Die individuellen Möglichkeiten beim Sprechen und Schreiben wie auch das genaue Verstehen beim Hören und Lesen beruhen auf unseren Sprachkenntnissen. Ein Verständnis des deutschen Sprachsystems ist also für das sprachliche Können und Handeln unabdingbar. Sicher mit Worten und Sätzen umzugehen, Kommunikationsstrategien zu beherrschen und Sprachvarietäten zu kennen: all dies - und noch einiges mehr – möchten wir unseren Schüler/innen vermitteln.

Die Inhalte und Ziele des Deutschunterrichts an der Eckener-Schule orientieren sich einerseits an den Lernenden, andererseits am Rahmenlehrplan und dem damit verknüpften Fachcurriculum.

Dabei bemühen wir uns, Lernprozesse methodisch abwechslungsreich zu gestalten. Individuell geprägte Aneignungsprozesse, also die Orientierung an den persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnissen der Lernenden, stehen im Vordergrund. Besonders wichtig ist uns die Stärkung der Selbstverantwortung. Das erfolgreiche Abschneiden bei zentralen Prüfungen im Fach Deutsch (mittlerer Schulabschluss, Abitur) ist uns genau so eine Herzensangelegenheit wie die Förderung der persönlichen Entwicklung.

Projekte spielen im Deutschunterricht eine immer größere Rolle. Im Verlauf eines Projektes erwerben die Schüler/innen auf komplexe Art neue Fähigkeiten, und zwar im Team und individuell. Gelerntes wird angewandt und vertieft. Manche Projekte bieten uns zusätzlich die Möglichkeit, fach- oder klassenübergreifend zu verfahren oder gar mit außerschulischen Partnern zusammenzuarbeiten.

Im Rahmen des Deutschunterrichts werden im Laufe eines Schuljahres
verschiedene Projekte realisiert, beispielsweise:

6. Klasse: Gedichte schreiben

7./8. Klassen: Zeitschriften- oder Zeitungsprojekt

9. Klasse: Deutscholympiade

Wahlpflichtfach Deutsch: Openairliteratur

Sek II: Theaterworkshops, Theaterbesuche