Geografie Wettbewerb

 Der Wettbewerb ist beendet und die drei ersten Plätze sind vergeben.

1. Platz und damit Schulsieger                           Arian (8e)

2. Platz         Alexander (10e)

3. Platz         Klara (8lf)

Der Fachbereich Erdkunde bedankt sich beim Förderverein der Schule, der die Preise zur Verfügung gestellt hat, und bei allen Schülern, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und eine neue Runde beim Wettbewerb.

Fachbereich Geschichte, Sozialkunde und Politische Weltkunde

Der lange Name dieses Fachbereiches deutet schon darauf hin, dass hier verschiedene Aspekte der Gesellschaftswissenschaften vertreten sind. Gemeinsam ist allen Teilen, dass hier der Mensch, seine Lebensweise und sein Verhältnis zu anderen Menschen im Mittelpunkt stehen.

Wozu brauchen wir dieses Fach?

In unserer modernen Leistungsgesellschaft fühlen sich viele Menschen immer unsicherer. Der Einzelne scheint sich einer Maschinerie ausgesetzt zu sein, die er nicht durchschaut und die ihn beherrscht. Hier setzen nun unsere Fächer ein. Damit ich das Heute begreifen kann, muss ich mich über das Gestern informieren. Dies ist deshalb notwendig, weil heutige Zustände das Resultat eines langen geschichtlichen Prozesses sind. Aus der Frage, warum etwas entstanden ist, wächst die Einsicht in die momentanen Zustände. Aber der Blick in die Vergangenheit hat noch eine andere Aufgabe. Vergangene Gesellschaften hatten andere Organisationsmuster, andere Verhaltensweisen der Menschen. Aus diesem Erkennen des "Anders-Seins" erfahre ich etwas über heutige Lebens- und Herrschaftsweisen. Die Vergangenheit wird so zum Spiegel!

Auf der anderen Seite reicht der Blick auf das Gestern nicht aus, um das Heute zu begreifen. Deshalb muss neben die historische Betrachtung und Analyse auch die Untersuchung heutiger Verhältnisse treten. Das fängt an mit Überlegungen zu uns und unserem Verhalten. Über Fragen zum Verhältnis der Menschen untereinander kommen wir zu Untersuchungen zum Aufbau des Staates und der Wirtschaft, die ja auch nichts Anderes sind als Formen der Organisation vieler Menschen. Ziel muss es dabei sein, fähig zu werden, selbst aktiv in diese Prozesse eingreifen zu können. Lernen nützt nichts, wenn es nicht zu eigenem Handeln führt!

Organisation des Unterrichtes und Unterrichtsinhalte

Entsprechend den Zielen ist auch die Organisationsform unserer Fächer:

In der Mittelstufe gibt es das Fach Geschichte/Sozialkunde. Beide Teile bekommen eine Teilnote, aus der sich dann die Gesamtnote des Faches ergibt. Von der Unterrichtszeit her überwiegt Geschichte mit etwa zwei Drittel, so dass auch die Geschichtsnote bei der Bildung der Gesamtnote überwiegt. Inhaltlich erfolgt ein chronologischer Durchgang von der Ur- und Frühgeschichte (5. Kl.) über die Antike (6. Kl.), das Mittelalter (7. Kl.), die frühe Neuzeit (8. Kl.), das 19. Jahrhundert und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (9. Kl.) bis zur neueren Geschichte nach 1945 (10. Kl.) statt. In Sozialkunde stehen die Themen Jugendliche in der Gesellschaft bzw. Kommunikation und Medien (7. Kl.), Zusammenleben und Gemeinsinn bzw. Menschenrechte (8. Kl.), Recht, Berufswahl und Demokratie (9. Kl.) sowie Die internationale Gesellschaft und Wirtschaft (10. Kl.) auf dem Programm. Abgerundet wird das Mittelstufenprogramm durch das Wahlpflichtfach Geschichte, in der interessierte Schüler sich über Alltag, Mythologie und Umwelt in der Antike bzw. die Geschichte Berlin-Brandenburgs (9. Kl.) und den Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit bzw. das Verhältnis der Deutschen zu Polen und Tschechen (10. Kl.) informieren können und zugleich eine erste Vorbereitung auf die Oberstufe erhalten.

In der Oberstufe werden in der E-Phase (11.KL.) die Themen Migration (= Wanderungs-bewegungen) und Demokratieformen jeweils in Vergangenheit und Gegenwart gegen-übergestellt. Dies erfolgt noch im Klassenverband. Daneben treten aber Geschichte und Sozialkunde, das sich nun Politische Weltkunde (PW) nennt, auch als eigenständige Fächer in den Profilkursen auf. Während der Profilkurs Geschichte das 19. Jahrhundert zum Thema hat, vergleicht der Profilkurs PW die Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts mit unserer heutigen Gesellschaft. Im folgenden Kurssystem bleiben PW und Geschichte getrennt. Beide Fächer können bei uns als Leistungskurs gewählt werden. Wird keines der beiden Fächer als Leistungskurs gewählt, müssen 4 Grundkurse PW gewählt werden. Denn aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld muss ein Abiturfach gewählt werden, entweder im Leistungsfach oder als 3./4. Prüfungsfach im Grundkurs.

Die Kurs-Themen:

PW 1: Demokratie und Diktatur in Deutschland (1917-1945)

PW 2: Die Welt nach 1945

PW 3: Deutschland in Europa (Politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches System der BRD und die EU)

PW 4: Entwicklungsländer

Ge 1: Antike

Ge 2: Mittelalter

Ge 3: Frühe Neuzeit

Ge 4: Nationalsozialismus

Während Geschichte also stärker am chronologischen Prinzip festhält, zeigt sich das Fach PW als Integrationsfach, das Aspekte aus Geschichte, Politik, Wirtschaft und Erdkunde aufgreift, um so die Komplexität unserer heutigen Zeit widerzuspiegeln.

Besonderheiten des Faches und besondere Aktivitäten

In unseren Fächern steht das Gespräch, die verbale Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Das heißt nicht, dass hier nicht auch Textarbeit oder schriftliche Auswertung anderer Quellen notwendig wären, aber sie bilden nur die Grundlage für die nun folgende verbale Auseinandersetzung. Deshalb wird die mündliche Note auch - speziell in der Mittelstufe - gewichtiger behandelt. Dennoch legen wir natürlich auch Wert auf fundierte schriftliche Arbeit. In letzter Zeit kommt zunehmend auch die Arbeit mit den neuen Medien hinzu. Das betrifft die reine Informationsbeschaffung über das Internet, die Arbeit mit CD-Lern- und Informationsprogrammen oder das vollständige PC-Projekt.


Hierfür nur 2 Beispiele:

In der Mittelstufe arbeiten wir z.B. in der 7. Klasse mit einer CD-ROM über die Stadt im Mittelalter. Hier müssen sich die Schüler eigenständig Informationen über bestimmte Aspekte der mittelalterlichen Stadt erarbeiten und den anderen Schülern mitteilen.

Umfangreicher ist dann schon ein Projekt, wie das Internet-Projekt "Bundestagswahl", wo Schüler multimedial bestimmte Fragen einer Bundestagswahl sich erarbeiten und dann als Website ins Netz stellen.

Beide Beispiele zeigen aber einen Trend, der sich zunehmend in unseren Fächern durchsetzen wird. Nicht nur die Vermittlung durch den Lehrer, sondern die eigenständige Arbeit und Präsentation durch den Schüler selbst wird immer mehr im Mittelpunkt stehen, da nur so unser eingangs genanntes Ziel erreicht wird, Menschen auszubilden, die selbst handeln können!!!