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Paradiesentwürfe der 13. Jahrgangsstufe

Kunstausstellung in der Bezirkszentralbibliothek, Tempelhof/Schöneberg

vom 16.4. bis 30.5.2010

Seit nunmehr fast vier Jahren finden im Eva-Maria-Buch-Haus der Bezirkszentralbibliothek regelmäßig Ausstellungen von Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht unserer Schule statt. Während im Herbst Werke aus der Sekundarstufe 1 gezeigt werden, ist die gegenwärtige Ausstellung von den Schülerinnen und Schülern des Grundkurses Kunst der 13. Jahrgangsstufe selbst originell konzipiert und aufwändig installiert worden. Sie präsentieren ihre eigenen Malereien und Objekte zum Thema „Paradiesentwürfe“, die im Laufe des 3. Kurshalbjahres im Kunstunterricht entstanden sind.

Die gut besuchte Vernissage mit Vogelgesang und einer gehaltvollen Rede, die von einer Schülerin und einem Schüler vorgetragen wurde, fand am 16.4.2010 um 15.00 Uhr statt. Wie die Leiterin der Bezirkszentralbibliothek versichert, sind die zahlreichen Bibliotheksbesucher von den gezeigten Werken sehr angetan und voller Zuspruch.

Für Interessierte:Eva-Maria-Buch-Haus; Götzstr. 8-12; 12099 Berlin

Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 bis 20 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr

Petra Kamprowski

 

Performamce Juni 2011

„Ein Stückchen weiter nach links! Ein Stückchen weiter nach rechts! Gut so!“ Bis das erste „Gut so!“ fiel, mussten wir hart arbeiten, bei den meisten war es erst bei der Generalprobe so weit. Nachdem wir aber nun ein halbes Jahr an unserer Performance gefeilt hatten, war jetzt der Tag der Präsentation gekommen.

Nervös wartete jeder an seiner Position. Das Erarbeitete den Mitschülern zu zeigen, war nicht Jedermanns Traum, doch träumten alle von einer Vorstellungen ohne Patzer. Während Baris die Kugel bereits in der Hand hielt, trug Lucas sie schon auf dem Kopf. Nilay saß starr wie eine Puppe, die wie Isabel in der Kiste vergessen worden war. Es war dunkel und über die totengleiche Tschur-Mann stiegen große Gestalten mit Lampen in den kohlrabenschwarzen Händen. Der Klang der Schale erklang und es wurde nicht ganz so still wie gedacht.

Im Auftrag des Lichtes wurden die weißen Menschen erleuchtet, magentarot stieg es aus der Schattenbox, dann eine beeindruckende Spiegelperformance, woraufhin Matin als der Tod und Kristina als das Leben um die Liebe kämpfen. Dann wird die Marionette zum Leben erweckt und nachdem Laura im Großstadtdschungel wiederbelebt worden war, steigt eine Party, eine der Konsumgesellschaft.

Einmal hatten wir es hinter uns gebracht, und es war gut. Ob wir dem Publikum die kritische Haltung, die wir mithilfe von Licht und Schatten zeigen wollten, übermitteln konnten, bleibt allerdings fraglich…

Kommentar Zuschauer:

Die einen fragten nach dem Zweck einer Kunstperformance, die anderen freuten sich über Unterrichtsausfall und wieder andere warteten gespannt auf eine interessante Vorstellung – wir wurden nicht enttäuscht.

Die Kunst- und Musik-Leistungskurse boten ein buntes Programm mit verschiedensten Interpretationen zum Thema „Licht und Schatten“, die zum Nachdenken aber auch zum Lächeln anregten. Kleinere Patzer wurden durch schauspielerisches Talent und überzeugende Aussagen wettgemacht und so diskutierten selbst diejenigen, die zu Beginn der Performance vor allem durch unqualifizierte Bemerkungen aufgefallen waren, anschließend angeregt in den Fluren, im Foyer und den Klassenräumen darüber, wie welches Detail zu verstehen und welche Performance die beste sei.

Eine sehr gut gelungene Vorstellung, die beweist, dass sich die monatelange Arbeit gelohnt hat!

Isabel Freese (LK-Kunst, 4. Kurshalbjahr 2011)